SQL Server Dienste neu starten

Es kann passieren, dass der Microsoft SQL-Server 2005 nicht mehr antwortet. Diesen Fall habe ich auf einem virtuellen Microsoft Server 2008 (Hyper-V) beobachtet.
In unregelmäßigen Abständen sind die SQL Server Dienste, die eigentlich beim Systemtart automatisch gestartet werden sollen, nicht gestartet bzw. haben in der Anzeige im Server-Manager keinen Status „Gestartet“. Dies passiert meistens Mittwochs, nachdem der Server die Dienstags-Updates von Microsoft installiert und sich danach selbst neu gestartet hat.
Folgendes Video zeigt die Vorgehensweise in der GUI:
[wpvideo 9rhEljbB]

Die Befehle für die Kommandozeile wären folgende:
net start „SQL Server (Instanzname)“
net start „SQL Server Analysis Services (Instanzname)“
net start „SQL Server Browser“
net start „SQL Server Integration Services 10.0“
net start „SQL Server Reporting Services (Instanzname)“
net start „SQL Server-Agent (Instanzname)“

Wobei der Instanzname durch den Namen der SQL-Server-Instanz ausgetauscht werden muss. Die Standard-Instanz, die SQL Server installiert heißt „MSSQLSERVER“.

Mögliche Fehlermeldungen

Fehler 1069: Der Dienst konnte aufgrund einer fehlerhaften Anmeldung nicht gestartet werden.
Fehler 1069: Der Dienst konnte aufgrund einer fehlerhaften Anmeldung nicht gestartet werden.

Taucht die Fehlermeldung „Fehler 1069: Der Dienst konnte aufgrund einer fehlerhaften Anmeldung nicht gestartet werden.“ auf, dann sind die SQL-Server-Accounts Opfer der Gruppenrichtlinie zur regelmäßigen Änderung des Passwortes geworden. In diesem Fall muss für jedes Benutzer-Konto für die SQL-Server-Dienste das Passwort neu gesetzt werden. Dies kann über die GUI geschehen oder mit Hilfe des folgenden Befehls an der Kommandozeile:

net user Kontoname Passwort /domain

Wobei Kontoname der Name des Benutzerkontos ist und Passwort das dementsprechende Passwort.

Wenn wieder das alte Passwort eingegeben wird, dann können die Dienste direkt neu gestartet werden. Wird ein neues verwendet, dann müssen die Dienste natürlich analog angepasst werden.

Microsoft hat hier ebenfalls einen interessanten Support-Artikel für dieses Problem: http://support.microsoft.com/kb/259733/de

2 comments

  1. Ich weiss es ist mehr Aufwand, aber ich würde keinen Server selbstständig neustarten lassen.
    Weder ein Windows System noch Linux.
    Habe da einfach schon zu viele Fehler und Probleme erlebt.
    Daher macht man sich dann nachher doch wieder mehr Arbeit. Und was fiel schlimmer ist – man steht dann unter Zeitdruck.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Björn Kaiser
    nacura it-SERVICE

    • Frank Piotrowsky says:

      Ich denke, es ist eine eher philosophische Frage, ob und wie man die Updates automatisch durchführen sollte. Zum Einen spricht gegen die Automatisation, dass es in der Vergangenheit teilweise Updates gab, die schwerwiegende Systemfehler produziert haben – wenngleich ich solche innerhalb der letzten Jahre nicht selbst erlebt habe. Weiter kann man natürlich ebenfalls als einen Kontrapunkt den Fakt sehen, dass manche Dienste nach einem möglichen Neustart ab und an nicht funktionieren. Doch wenn man darauf vorbereitet ist, ist das ein eher kleineres Übel, dass sich schnell aus der Welt schaffen lässt.
      Mein persönlicher Pro-Punkt ist, dass durch die Automatisation der Updates viel Arbeit gespart werden kann und man auf der sicheren Seite ist, dass auch wirklich die neusten Updates (inkl. Sicherheitspatches!) installiert sind. Das ist auch die von Microsoft empfohlene Vorgehensweise.
      Über weitere Meinungen würde ich mich natürlich sehr freuen.

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